Presseinfo

Die untenstehende kurze Zusammenfassung über das Castillo Morales®-Konzept dient als Information für Presse, Institutionen, Universitäten, med. Fachschulen etc. und darf unter Nennung des Quellennachweise: „Presseinfo     © castillomoralesvereinigung.de“ zur Veröffentlichung genutzt werden.
 

Das Castillo Morales®-Konzept

Das Castillo Morales®-Konzept ist ein umfassendes neurophysiologisches Therapiekonzept.

Es dient der therapeutischen Unterstützung von Kindern und Erwachsenen bei der Bewältigung ihres Alltags und begleitet sie auf ihrem Weg zum eigenständigen Handeln.
Entwickelt und gegründet wurde das nach ihm benannte Konzept von dem argentinischen Rehabilitationsarzt Dr. Rodolfo Castillo Morales.

Das Castillo Morales®-Konzept unterstützt Menschen, vor allem mit muskulärer Hypotonie und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme, in jedem Alter unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen Lebenssituation – mit unterschiedlichen Diagnosen, z.B.:

  • muskuläre Hypotonie im Rahmen einer genetischen Veränderung
  • (z.B. Trisomie 21, Prader-Willi-Syndrom)
  • Neuromuskuläre Erkrankungen
  • Zentralmotorische Erkrankungen, die angeboren oder erworben sind
  • (z.B. Schädelhirntrauma, Apoplex)
  • Fazialisparesen (peripher/zentral, z. B. Möbiussequenz)
  • Kraniofaziale Fehlbildungen (z.B. Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildungen, Pierre Robin Sequenz, Apert-Syndrom)
  • Periphere Paresen (z. B. Spina Bifida oder Plexusparese)
  • Frühgeborene Kinder

Das Castillo Morales®-Konzept basiert auf dem Respekt vor dem Gegenüber und dem Zutrauen in dessen Fähigkeiten.

Für die therapeutischen Überlegungen nimmt das Castillo Morales®-Konzept die individuelle Zielsetzung der Patient*in und deren Bezugspersonen als Ausgangspunkt, um gemeinsam und auf gleicher Augenhöhe Hilfen für die Alltagsbewältigung zu entwickeln.

Die Grundsätze des Castillo Morales®-Konzepts gehen konform mit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF).

In Zusammenarbeit mit den Patient*innen und deren Bezugspersonen entwickeln Castillo Morales®-Therapeut*innen individuelle Hilfen, die eine möglichst selbstbestimmte Teilhabe am Alltag erlauben. Die therapeutische Arbeit beinhaltet interprofessionelle Zusammenarbeit als wichtigsten Bestandteil für das Erreichen der Ziele.

Gefördert werden Selbstständigkeit und Eigeninitiative, z.B. durch:

  • Erweiterung der verbalen und nonverbalen Kommunikationsmöglichkeiten
  • Aktivierung und Regulierung aller orofazialen Funktionen, die für genussreiches und selbstbestimmtes Essen und Trinken in unterschiedlichen Altersgruppen benötigt werden (Saugen, Schlucken, Kauen, auch Kontrolle des Speichelflusses)
  • Unterstützung elterlicher Kompetenzen
  • Verbesserung der aktiven Aufrichtung und Bewegung durch Unterstützung der sensomotorischen Entwicklung „vom Liegen zum Stehen und Laufen”
  • Förderung der unterschiedlichen Wahrnehmungsbereiche
  • Das bestmögliche Vermeiden von sekundären Pathologien

Dr. Rodolfo Castillo Morales (1940 – 2011) ist in Argentinien geboren und aufgewachsen. Nach seinem Medizinstudium und der Facharztausbildung zum Rehabilitationsarzt in Spanien gründete er ein Rehabilitationszentrum in Córdoba/Argentinien, das er über viele Jahre leitete.

Dr. Castillo Morales entwickelte sein Konzept aus der Verbindung von medizinischem Fachwissen und soziokulturellen Erfahrungen im Zusammenleben mit unterschiedlichen latein-amerikanischen ethnischen Gruppen.

Beginnend am Kinderzentrum München lehrte er seit 1979 sein Konzept in Deutschland und bildete Castillo Morales®-Therapeut*innen und Lehrtherapeut*innen aus.

Heute verbreiten von Dr. Castillo Morales und von der Castillo Morales® Vereinigung e.V. ausgebildete Lehrtherapeut*innen seine Ideen in ganz Europa.

2006 erhielt das Castillo Morales®-Konzept und sein Name den Gebrauchsmusterschutz.
 

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