Behandlung
Behandlungsbeispiele
Frühe Vertikalisierung zur Verbesserung von Aufmerksamkeit, Kommunikation, visueller Orientierung und aktiver Haltungskontrolle
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Förderung der aktiven Aufrichtung und Bewegung |
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Erleichterung der Stützaktivität von Armen und Beinen |
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Aktivieren des Saugens und Schluckens z.B. durch Anregung der Wangen- und Lippenaktivität |
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Unterstützung anbieten und Lust wecken für Essen und Trinken
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Gaumenplatten
Gaumenplatten dienen eventuell als Hilfsmittel bei der Aktivierung und Regulierung der Funktionen von Mund und Zunge
Das Castillo Morales Konzept für Menschen mit Zerebralparese
Susanne Magin
Ulrike Hirsch
Bestimmte Elemente des Castillo Morales Konzepts (CMK), ursprünglich für Menschen mit muskulärer Hypotonie entwickelt, lassen sich erfolgreich auch bei Menschen mit Zerebralparese anwenden. Sowohl die Themen Lagerung, Haltung und Aufrichtung der Klienten als auch ihre Kommunikation, ihre Möglichkeiten beim Essen und Trinken sowie die Zusammenarbeit mit ihren Eltern können verbessert werden.
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Zerebralparese, sind sehr erfahrene Hände und ein geschulter Blick nötig, damit die Aktivitäten des Klienten sofort erspürt und gesehen und darauf aufbauend weiter beeinflusst werden können.
Dafür braucht man als ersten Schritt eine sinnvolle Ausgangsposition.
Auf den folgenden drei Bildern sehen wir die sechsjährige Lale.
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1) zunächst im Rollstuhl sitzend. (links)
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2) Lale mit der Therapeutin in einer funktionellen Ausgangsstellung, die auch eine Kommunikation von Angesicht zu Angesicht ermöglicht
(rechts)
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Der Seitsitz, eine asymmetrische Sitzposition außerhalb des Rollstuhls, gibt Lale die Möglichkeit zum eigenständigen Handeln und zum fast selbstständigen Sitzen. Sie schafft es, sich in dieser Position selbst gut/ stabil zu halten, ohne sich sehr mit ihrer Pathologie beschäftigen zu müssen. Sie aktiviert in dieser Position die diagonalen Muskelketten, was ihr Bewegung mittels Gewichtsverlagerung und Rotation erlaubt. Dieser Aspekt ist ein wichtiger Baustein in der Therapie von Kindern mit CP.
Schließlich erleichtert diese Haltung den Schluckprozess.
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3) Variante aus Position 2: Lale im Seitsitz mit aufgelegter Wange
Aus dieser Position heraus ist es Lale bei Ermüdung möglich, den Kopf abzulegen und trotzdem ihre Tätigkeit, in diesem Falle das Essen, in Ruhe fortzuführen. Der Mundschluss gelingt ihr hier relativ leicht und sie kann so ( Erfahrung der Therapeutin) gut essen.
Weiterhin kann sie ihren Blick richten und aufmerksam sein.
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